| Review vom 30.03.2008 | Sleepless Metalzine | |
Perish Sanity – Impossible Insanity Perish Sanity, so heißt eine vielversprechende neue Combo aus dem Heidelberger Raum. Im Jahr 2007 fanden sich André (Vocals), Felix (Guitar) und Philipp (Drums) zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Bereichert wurde die Truppe durch den Einstieg von Steffen (Guitar) in die Band. Bereits im Februar diesen Jahres erblickte das erste Demo der Band „Impossible Insanity“ das Licht der Welt. Gleich zu Anfang donnert der Opener „Death Wish“ aus den Boxen, der nach einer weile sich zunächst in progressive Abgründe begibt, dann groovig daher kommt, ehe er nach einem kurzen Knüppelpart urplötzlich eine, auch im Gesang, melodische Note erhält. Durch die vielen Tempowechsel und Breaks wird der Song etwas chaotisch, kann aber dennoch überzeugen. Interessant hierbei sind die cleanen Gesangparts, die sehr gut mit den überwiegenden Grunzparts harmonieren. „Fuck all the shit“ kommt noch eine Spur melodischer, fast schon rockig daher, zumindest Anfangs. In den Refrains und gegen Ende gibt’s gewohnt eins auf die Mütze, wenn auch in gezügeltem Tempo und deutlich eingängiger. Bei „Insane Life“ geht es dann wieder mehr zur Sache, als beim Vorgängerstück. In diesem Song merkt man recht deutlich den Hardcore-Anteil, den die Jungs in ihrer Musik mit Death Metal und einer Brise Thrash Metal zu einem recht eigenständigen Sound vermengen, der immer wieder durch langsame, melodische Zwischenstücke angereichert wird, so wie auch in diesem Song. Mit „Protect Me“ endet nach etwas über zwanzig Minuten Spielzeit bereits die Demo. Hört sich zwar wenig an ist es aber nicht, zumal die Songs, mit Ausnahme des Openers „Death Wish“, alle über fünf Minuten an Länge aufweißen können. Nach einem Gitarrenintro mündet das letzte Stück der Scheibe in einem hardcorelastigen Riffinferno, das sich eher im Midtempobereich bewegend gnadenlos seinen Weg bahnt und ein ordentlichen Schlusspunkt setzt. Vier Songs tummeln sich auf dem guten Stück, das gerade mal an einem Wochenende eingeprügelt wurde. Man merkt diese Zeitnot zwar dem Sound an, aber etliche Bands, die mehr Zeit hatten, haben nicht ansatzweise eine solche Scheibe hinbekommen, wie die Jungs von Perish Sanity. Für 3,90 € könnt ihr die Scheibe auf der Bandhomepage bestellen. Für den Preis und dazu noch im Digipack daher kommend, könnt ihr echt nichts verkehrt machen. Zu „Impossible Insanity“ bleibt nicht mehr viel zu sagen außer: „Fuck all that shit, enjoy this sound“ 9 von 10 Oimel | ||
| Review vom 21.03.2008 | FFM-ROCK | ||||||||||
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| Review vom 20.04.2008 | Terrorverlag Alternative Music Webzine | ||||||||||
Die Heidelberger Newcomer sind mal gerade seit Juni 2007 aktiv und legen mit dieser Mini-CD schon ein erstaunlich ausgereiftes Werk vor. Soundmäßig hinkt man natürlich (vor allem im Schlagzeugbereich) noch hinterher, wodurch dem knüppeligen Opner "Death Wish" etwas der Druck fehlt. Aber die 4 Songs wurden auch an einem (!) Wochenende aufgenommen und das schick gemachte Digi-Pack entschädigt ein wenig. MOSES (20.04.2008) | |||||||||||
Insane Alliance Part 1
24.05.08 – Loch Ness, Wiesloch
Perish Sanity, Skepsis, Pulse of decay
Eigentlich hätten neben Perish Sanity an dem Abend noch Samara und Killed by death spielen sollen. Doch bekanntlich kommts erstens anders und zweitens als man denkt. So wurden zunächst Skepsis als Ersatz für Samara geholt und am Tag der Veranstaltung Pulse of decay als Ersatz für Killed by death aufs Billing gepackt.
Pulse of decay waren es dann auch, die den Abend mit ihrem Doom Thrash Metal eröffnen durften. Langsame, eben doomige Riffs treffen hier auf recht flotte Thrashpassagen, die wenn sie denn mal in Fahrt kommen, alles niederwalzen, was sich ihnen in den Weg stellt. Angereichert mit Melodien, die teilweise etwas orientalisches an sich haben und entfernt an Therion erinnern, weiß die Musik der Sinsheimer Truppe zu überzeugen. Was die Lyrics angeht, offenbarte sich Frontmann Lars hier ab und an sich von H.P. Lovecraft inspirieren zu lassen, wie zum Beispiel bei „Promised Land“.

Zweiter Act des Abends war die Death Metal Kapelle Skepsis, ebenso wie Pulse of decay aus der Sinsheimer Gegend. Da Basser Mojo sowohl bei Pulse of decay als auch bei Skepsis den Tieftöner zupft, durfte er gleich auf der Bühne stehn bleiben und erneut für den Rhythmus sorgen. Mit ihrem Death Metal der schwedischen Schule, an dem allerdings auch der Black und Thrash Metal nicht spurlos vornüber gegangen ist sorgte die Truppe gleich scharenweise für fliegende Matten. „At Last The Killer“ wurde lauthals mitgegrölt und auch „Sign of Chaos“ wurde von der Meute vor der Bühne dankend angenommen.

Den Schlusspunkt des Abends bildeten die Veranstalter, nämlich Perish Sanity. Quasi aus dem Nichts tauchte die Truppe um Frontmann Andre in der Region auf und konnte mit ihrer Debütscheibe „Impossible Insanity“ sogleich für Furore sorgen. Mit ihrem eigenen Mix aus Death Metal, Hardcore und etwas Alternative bringt die Truppe frischen Wind in die Regionale Musikszene. Mit ihrem variablen Gitarrenspiel, von cleanen Parts und wahren Knüppelorgien und auch dem abwechslungsreichen Gesang zeigt die Truppe, dass man modernen Metal machen kann ohne in dem Metalcoretypischen Einheitsbrei unterzugehen. „Protect me“ oder auch „Fuck all that shit“ spiegeln den Stil von Perish Sanity am besten wieder und wurden an dem Abend auch ordentlich abgefeiert. Wer die Truppe bisher noch nicht kennt, sollte sich schleunigst die Musik irgendwie zu Gemüte führen.
